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Leadership 2023 – Ihr Fahrplan für eine erfolgreiche Zukunft

Durch die letzten Jahre der Pandemie hat sich auch das Thema Führung stark verändert. Das Thema Homeoffice und Führen auf Abstand und Distanz hat einen deutlich höheren Stellenwert eingenommen, als viele Jahre zuvor. Das wird sich auch 2023 nicht mehr ändern. Es ist mittlerweile ein fester Bestandteil des Arbeitsalltages geworden. Und trotzdem muss die Führung in einem Unternehmen funktionieren, um weiterhin erfolgreich auf dem Markt existieren zu können.

Ihr Fahrplan für eine erfolgreiche Zukunft

Insbesondere für Führungskräfte und Teams stellen sich gegenwärtig viele Fragen:

  • Wie lässt sich die Distanz trotz des Abstands möglichst gering halten?
  • Wie führe ich auf Distanz?
  • Und wie behalte ich die Kontrolle?

Da gibt es natürlich grundsätzliche Aspekte wie:

  • Führen Sie Regeln ein
  • Halten Sie sich an eine klare Kommunikation
  • Arbeiten Sie mit Zielen und Tagesergebnissen

Bleibt noch der Faktor Mensch

Wir müssen gerade jetzt daran denken, wie unterschiedlich Menschen „gestrickt“ sind. Da gibt es die Distanz-Suchenden, die fühlen sich jetzt – so ohne den ganzen Kollegen-Rummel – vielleicht ganz wohl. Es gibt aber auch die Nähe-Suchenden. Die verkümmern zum Teil wie Blumen, die wir in einen Schrank stellen ohne Licht und Wasser. Es gibt die Sachlichen: Die überzeugen wir mit logischen Argumenten. Oder vielmehr machen sie das vermutlich schon selbst. Und es gibt die Emotionalen: Ihnen müssen wir ein gutes Gefühl vermitteln. Dass es weitergeht und wir ein offenes Ohr für sie haben. Es gibt die Veränderungs-Scheuen – die vielleicht gerade in Schockstarre verfallen wie das Kaninchen vor der Schlange. Und es gibt die Veränderungs-Begeisterten, die froh sind, dass Digitalisierung jetzt nicht mehr verteufelt wird, sondern endlich mal „was geht“…

Ihr Team besteht aus Menschen. Und wo Menschen arbeiten, da menschelt es. Kennen Sie Ihr Team? So richtig? Wissen Sie, was sie brauchen? „Respekt“ heißt für mich nicht „behandle den anderen so, wie Du behandelt werden willst.“ Respekt heißt für mich: „behandle den anderen so, wie er es braucht.“

Erfolgreich mit und ohne räumliche Distanz führen derzeit die Leader, die ihr Team kennen und wissen, wie sie den Einzelnen nehmen müssen. Nur dann kann jeder einzelne sein Bestes geben. Der Abstand fordert gerade viel Respekt von uns. Damit die Distanz nicht noch größer wird…

Sprechen wir über erfolgreiche Führung im Jahr 2023, dann lautet die fundamentale Frage: „Wer trifft die Entscheidungen?“ Führung ist eines der wichtigsten Themen unserer Humanwissenschaften und unserer Geschichte. Und das aus zwei guten Gründen:

  1. Gute Führung stellt sicher, dass der Einsatz unterschiedlicher Menschen und Persönlichkeiten bestmöglich organisiert werden. Sie ist also der Schlüssel zu organisatorischer Effektivität.
  2. Schlechte Führung ruiniert die Leistungsbereitschaft und damit die Leistung und Ergebnisse aller, die zusammen etwas erreichen möchten und könnten.

Gute Führung stellt sicher, dass der Einsatz unterschiedlicher Menschen und Persönlichkeiten bestmöglich organisiert wird.

Wo stehen wir also im Jahr 2023?

Die Geschäftswelt denkt global, gute Führung nennen wir jetzt Leadership. Moderne Führungs-Stile sind angesagt und werden in den sozialen Medien auch lauthals gefordert. Die Pandemie hat nahezu alles verändert, was für uns einmal normal war. Fast alles. Zwei Dinge sind unverändert: (1) Wollen wir Erfolg, brauchen wir Resultate. (2) Eine wesentliche Aufgabe von Führungskräften liegt im Treffen von Entscheidungen. Manche Entscheidungen haben eine große Tragweite – andere haben einen eher operativen Charakter. Was aber ist eine gute Entscheidung?

Fünf Kriterien zur Bewertung einer Entscheidung

  • Die Qualität der Lösung
  • Die Kosten der Entscheidung
  • Die Geschwindigkeit der Entscheidung
  • Die Akzeptanz der Lösung
  • Der Beitrag zur Entwicklung des Teams

Insbesondere mangelnde Akzeptanz einer möglichen Lösung im Team kann deren Umsetzung gänzlich sabotieren. Ob Ihr Team Ihre Entscheidung akzeptiert, merken Sie erst, wenn es sich auch tatsächlich in Bewegung setzt und ins Handeln kommt.

„Verwechsle niemals Bewegung mit Handlung“
Benjamin Franklin

Dieses Handeln, dieses Engagement macht am Ende des Tages den Unterschied zwischen erfolglosen, durchschnittlichen und erfolgreichen Unternehmen. Wir wissen heute: Menschen treten Jobs in Unternehmen an, kündigen aber ihren Chefs. Die globale Pandemie hat die Sache noch schlimmer gemacht. Also was tun? Worauf sollten Sie sich als Leader im Jahr 2023 konzentrieren, um den Einsatz Ihres Teams so zu organisieren, dass es an maximaler Effektivität gewinnt?

Hier ist Ihr Fahrplan:

Schritt 1: Bestandsaufnahme in eigener Sache

Legen Sie sich eine einfache Tabelle mit drei Spalten an: Linke Spalte: Situation, mittlere Spalte Ereignis & Entscheidung, rechte Spalte: Eigenschaften & Verhalten. Erfassen Sie damit eine Woche lang so vollständig und so präzise wie möglichen Ihren beruflichen Alltag. Registrieren Sie dabei Zeiten, wichtige Schritte und Entscheidungen, wie Sie sich verhalten und gefühlt haben, und auch wie Sie die Situation wahrgenommen haben. Welche Werte haben Sie vertreten? Welche Worte und welchen Kommunikationsstil haben Sie gewählt? Waren Sie bestimmend, unterstützend, dominant? Waren Sie sachlich oder emotional, zufrieden, begeistert oder gar verärgert? Schauen Sie genau hin und nennen Sie die Dinge bewusst beim Namen.

Nach einer Woche lohnt sich dann die Retrospektive. Vielleicht erkennen Sie Muster. Beispielsweise: Welche Situationen provozieren bestimmte Reaktionen in Ihnen? Wann sind Sie emotional, wann rational? Wann sind Sie schon zu Beginn angespannt, wann entspannt? Unter welchen Bedingungen kommt es zu schwachen, guten oder sehr guten Ergebnissen? Und vor allem: Was werden Sie mit dieser Erkenntnis tun, sprich, was machen Sie in der kommenden Woche anders?

Diese persönliche Bestandsaufnahme ist die Basis für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung mit und ohne räumliche Distanz in einem sicherlich spannend werdenden Jahr. Warum das so ist? Wenn Sie sich selbst besser kennen und Ihre Verhaltensmuster erkennen, dann können Sie diese auch besser steuern. Damit steigern Sie Ihren Einfluss auf Ihre MitarbeiterInnen und damit auf die Ergebnisse Ihres Teams erheblich.

Denn am Ende des Tages brauchen Sie zwei Dinge für Ihren Erfolg:

Sie müssen auf der einen Seite als Leader und People-Manager glänzen – und gleichzeitig Ihre Leistungskennzahlen und das Geschäftsergebnis fördern. Wenn Sie sich also einmal die Mühe machen, eine Woche lang niederzuschreiben, wie Ihr Tag verlief, wie Sie sich gefühlt und verhalten haben – und was die Treiber Ihres Handelns waren, dann sorgen Sie für Klarheit in sich selbst. Das wiederum führt Sie nach und nach zu besseren Entscheidungen. Sie wissen dann zum Beispiel nicht mehr nur unterbewusst, sondern sehr bewusst, was passiert, wenn Sie in Situation A emotional entscheiden und was passiert, wenn Sie rational entscheiden. Sie wägen bewusst ab und kombinieren rationale mit emotionaler Intelligenz. Zum Wohle Ihres Teams – und zum Erfolg Ihres Unternehmens.

Schritt 2: Gehen Sie voran

Eine Woche analysieren, macht Ihre Entscheidungen sicherlich nicht plötzlich perfekt, doch wie viel besser sind Ihre Ergebnisse, wenn Sie sich an jedem Tag um nur 1 % verbessern? Und wenn Sie dranbleiben und gar einmal im Monat Ihre Woche analysieren – sagen wir für das ganze Jahr 2023? Wie werden Ihre Entscheidungen und Ergebnisse dann wohl ausfallen? Und was wird Ihr Team wohl wahrnehmen? Ach ja, binden wir das Thema hybrides Arbeiten noch eben mit ein. Die Pandemie hat die Arbeit von zu Hause aus normalisiert. Manche tun es dauerhaft, andere zeitweise, wieder andere können das aufgrund ihrer Tätigkeit gar nicht. Sie selbst haben inzwischen wahrscheinlich gelernt, wie Sie Ihre Zeit gestalten, so dass Sie produktiv arbeiten und dennoch Freiraum und Flexibilität haben. Damit auch Ihr Team davon profitiert, fängt alles wieder bei Ihnen an. Sie sind das Vorbild für Ihr Team – oder eben nicht. Ist Ihr Alltag unorganisiert oder gar chaotisch? Dann wird das auf Ihr Team abfärben. Finden Sie keine Balance zwischen Homeoffice und Büro vor Ort? Dann werden auch Ihre Mitarbeiter zwischen zwei Welten schwimmen. Als Führungskraft definieren Sie Verhalten und Arbeitsethos. In Präsenz oder digital.

Schritt 3: Schärfen Sie Ihren Blick

Das Forschungsinstitut Gallup beweist uns jährlich mit seinem sogenannten Engagement-Index: Engagierte Mitarbeiter = leistungsstarke Mitarbeiter. Sind Sie eine Führungskraft, dann ist Personalentwicklung hauptsächlich Ihre Baustelle. Und Sie wissen ja, was passiert, wenn Sie Ihren Leistungsträgern regelmäßig ein faires und fokussiertes Feedback geben. Sei es im kurzen Dialog, in echten Personalgesprächen oder auch ganz einfach in regelmäßigen Sprintplanungen, Wochen-Meetings oder ähnlichem. Alle sehen klarer, alle kennen die Anforderungen, alle können bewusst entscheiden, sich zu identifizieren und Gas zu geben. Und diejenigen, die das tun, die rotten sich immer zusammen. Zu einem Team von Leistungsträgern und Top-Performern, die sich selbst und gegenseitig motivieren. Sie können das Engagement des Einzelnen zusätzlich fördern durch präzise Entwicklungs- und Schulungsmöglichkeiten. Lernt der Einzelne, lernt automatisch das Unternehmen.

Neben einem wirkungsvollen Feedback gehört noch eine andere Sache zu einem modernen und erfolgreichen Führungsstil der heutigen Zeit – und für diese eine Sache, gibt es eine praktikable Faustregel: Hören Sie doppelt so viel zu, wie Sie reden. Ganz simpel. Hören Sie doppelt so viel zu, wie Sie reden. Mehr braucht es oft gar nicht. Schenken Sie Ihrem Team aufrichtig Ihr Ohr, wechseln Sie gelegentlich die Perspektive und zeigen Sie Empathie. Sie werden punkten. Ganz sicher. Überall.

Was also heißt Leadership im Jahr 2023?

Es heißt: Ihr Job ist es, ein Team zu formen, das so leistungsstark und begeistert ist, wie möglich. Dazu beginnen Sie bei sich selbst mit Ihrer regelmäßigen Bestandsaufnahme, gehen dann entschieden voran, hören dabei zu und wechseln gelegentlich einmal den Blickwinkel… Das ist schon alles. Einfach und komplex gleichzeitig. Und unheimlich erfolgreich, wenn Sie es durchziehen. Was Sie davon haben? Sie gewinnen an Vertrauen als Führungskraft. Sie gelten als souveräner Krisenmanager. Sie führen emotional und rational intelligent. Sie und Ihr Team liefern Ergebnisse. Sie gehen aus dieser turbulenten und unsicheren Zeit als Gewinner hervor.

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